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Gastronomiebedarf und mehr

Wo Fischers Fritze frische Fische fischt – da schmeckt es am Besten

Fischgericht vom Kellner im Edelrestaurant serviert - Jetzt Fischmesser auf Gastronomie-MV.de kaufenEin echter Fischgenuss f├╝r Gourmetfans

Fisch und Fischfang haben auf der Insel R├╝gen eine lange Tradition. Mit dem Fisch(er)fest wird der Genuss gefeiert, aber auch die Menschen, die ihn t├Ąglich erst m├Âglich machen.

5 Uhr 45. Wenn die Sonne aufgeht ├╝ber R├╝gen, beginnt die Arbeit f├╝r Roberto Brandt. Per Holzkutter und mit Zwei-Mann-Crew geht es auf See, zum Fischzug vor den Str├Ąnden von Binz, Sellin, Baabe und G├Âhren. Knapp 20 Minuten fahren sie vom Ufer bis zu den Aalreusen. Die Fische werden gleich an Bord sortiert ÔÇô unter den Augen der hungrigen M├Âwen. Die zweite Tour f├╝hrt weiter hinaus auf die See. Mit dem gro├čen Aluminiumboot holen sie die 500 Meter langen Netze ein und setzen sie neu ÔÇô das allein dauert eine geschlagene Stunde. Und lohnt sich heute kaum: Im Netz zappelt nur wenig Silber.

Kaum ein Beruf an der K├╝ste ist typischer ist als der des Fischers. Am Strand, im Hafen, weit drau├čen auf dem Meer oder dem Bodden ÔÇô ├╝berall entdeckt man Boote, Netze, Reusen und anderes Fischereiger├Ąt. Doch was da eigentlich beim Fang unter Wasser geschieht, wie der Fisch in die Netze gelangt, welchen Zweck Schwimmk├Ârper, Pf├Ąhle, F├Ąhnchen, Anker und Leinen haben, wissen nur wenige. Jeder Fischer hingegen kennt seine Fanggr├╝nde sehr genau. Er wei├č exakt wo, mit welchem Ger├Ąt und zu welcher Jahreszeit er Hecht, Zander, Barsch, Hering oder Hornfisch fangen kann. Ergo sorgt er t├Ąglich f├╝r frischen Nachschub ÔÇô im doppelten Sinn.

Doch w├Ąhrend die Nachfrage nach hochwertigem lokalen Fisch immer mehr brummt, geht es mit dem altehrbaren Handwerk des traditionellen K├╝stenfischers seit geraumer Zeit abw├Ąrts. Waren allein in Baabe 1990 noch 15 Berufsfischer aktiv, sind heute nur noch Roberto Brandt, sein Sohn und ein Kollege ├╝brig, Und selbst f├╝r sie wird es immer enger ÔÇô durch Fang-quoten, Schutzzonen, Schonzeiten. ÔÇ×Vor wenigen Jahren hatte ich noch eine Heringsquote von 30 TonnenÔÇť, erz├Ąhlt Roberto, ÔÇ×das hat f├╝r mich gereicht. Jetzt sind wir runter auf 17 Tonnen ÔÇŽ.ÔÇť

Brandt jammert nicht, er kompensiert den Verlust. Mit Strandkorbverleih und Strandverkauf meerwasserfrisch aus dem Boot. Mit R├Ąucherfisch aus eigenem Ofen und eigenem Lokal in Baabe, in dem Fischers Fru ausschlie├člich serviert, was ihr Mann jeden Morgen mitbringt aus dem Meer. Die K├╝che ist einfach, ehrlich und gut: Flunder mit Zitrone und Bratkartoffeln. Hornfischrogen, in Mehl und Salz gewendet und gebraten. Je nach Jahreszeit Hering, Dorsch und Steinbutt. Dazu ein Stralsunder ÔÇ×St├ÂrtebekerÔÇť, das ÔÇ×Bier der GerechtenÔÇť ÔÇô das passt perfekt. In der Ladentheke liegt Ger├Ąuchertes und Mariniertes sowie Frischfisch ÔÇô der wird auf Wunsch f├╝r die Heimfahrt ÔÇ×reisefertigÔÇť verpackt.

Generell gilt: Wer frischen Fisch zu Tisch essen m├Âchte, wird in den einfachen Dorfgastst├Ątten schon mal bestens bedient. Strandcaf├ę in Thiessow, F├Ąhreck in Trent, Kliesows Reuse in Middelhagen, Gasthaus Schilling in Schaprode oder das Bistro von Fischer Peters in Polchow ÔÇô sie alle arbeiten direkt mit den Fischern im Ort zusammen und sind flexibel: Was es frisch gibt, steht auf einer Tafel am Stra├čenrand. Den unerm├╝dlichen Arbeitern des Meeres wiederum setzte die Fotografin Iwona Knorr ein Denkmal. ├ťber Jahre begleitete sie die Strand- und K├╝stenfischer auf R├╝gen mit ihrer Kamera, im Ergebnis entstand ein gro├čartiger Bildband ├╝ber stolze, wettergegerbte Menschen, ÔÇ×die eine anstrengende Arbeit aus├╝ben ohne sichere Aussicht auf Belohnung. Und das aus tiefer ├ťberzeugung, mit gro├čer Ruhe und Verl├Ąsslichkeit .ÔÇť

Sie alle ÔÇô der Fisch und die Fischer, der Fischgenuss und die Menschen, die ihn jeden Tag vor Ort erst m├Âglich machen ÔÇô stehen im Fokus, wenn R├╝gen vom 28. April bis 7. Mai seine Fisch(er)tage feiert. Mit Heringsfesten in Altef├Ąhr am Strelasund, wo der Fisch quasi direkt am Fangort genossen wird sowie in G├Âhren auf dem M├Ânchgut, wo rund um das Museumsschiff ÔÇ×LuiseÔÇť etwa um den Titel des Fischsuppenk├Ânigs wettgekocht wird. Mit Grillfesten in Sassnitz bei der Kutter- und K├╝stenfisch Manufaktur und am Hafen Schaprode, wo die Hiddenseer Kutterfischer t├Ąglich ihren Fang entladen.

In Middelhagen geht es dann zum Fischb├╝fett in den ÔÇ×StorchenhofÔÇť und in Thiessow zur Fischereigenossenschaft Leuchtfeuer, in der sieben Haupterwerbsfischer t├Ąglich ihren Fang direkt vom Kutter verkaufen. Auf dem M├Ânchgut widmet sich eine Wanderung dem Thema K├╝stenfischerei, und direkten Draht zu Fischern findet man im Kult-Imbiss von J├╝rgen Kuse in Binz und beim Kl├Ânsnack mit Roberto Brandt in Baabe. Auf der dortigen Promenade werden die Fisch(er)tage ├╝brigens auch er├Âffnet ÔÇô mit der Open Air Ausstellung ÔÇ×Am Meer bei den Baaber FischernÔÇť. Eine Hommage von Iwona Knorr mit 32 eindrucksvollen Fischerportr├Ąts; ├╝ber QR Codes k├Ânnen zudem Videos zu deren Arbeit aufgerufen werden.

Nicht zuletzt f├╝hrt der Themenradweg ÔÇ×Das Silber des MeeresÔÇť zu H├Ąfen, Fischern, Fischr├Ąuchereien und nat├╝rlich einer breiten Palette an FischgerichtenÔÇô vom klassischen Br├Âtchen bis zur exklusiven Feinschmeckerplatte. Der Rundweg informiert ├╝ber Fanggemeinschaften, Fangmethoden und die bis heute lebendige Tradition, Fisch durch Salzen, Einlegen und R├Ąuchern besonders haltbar und schmackhaft zu machen. Und schlie├člich komplettieren das Hafen- und Fischereimuseum in Sassnitz, das Seefahrerhaus in Sellin, die M├Ânchguter Museen in G├Âhren und die ÔÇ×L├╝tt PartieÔÇť in Neuendorf auf Hiddensee den intensiven Ausflug in die ganz und gar eigene Welt der Fischer auf R├╝gen.

Pressemitteilung ÔÇô Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern

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