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Gastronomiebedarf und mehr

Rund 84 Prozent der Deutschen werfen Lebensmittel weg weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist

Strategien gegen die Verschwendung von Nahrungsmitteln und Ressourcen – Dr. Robert Kloos fordert h├Âhere Wertsch├Ątzung von Lebensmitteln

Das Bundeslandwirtschaftsministerium setzt sich f├╝r eine neue Kultur der Wertsch├Ątzung von Lebensmitteln ein. Dazu geh├Ârt auch ein schonender Umgang mit Ressourcen und damit verbunden, die Vermeidung von Lebensmittelabf├Ąllen. ÔÇ×Unsere Lebensmittel werden mit viel Aufwand und nach h├Âchsten Standards produziert, sie verdienen eine hohe Wertsch├Ątzung und einen sorgf├Ąltigen UmgangÔÇť, sagte Dr. Robert Kloos, Staatssekret├Ąr im Bundeslandwirtschaftsministerium am Freitag in K├Âln anl├Ąsslich der Filmpremiere von ÔÇ×Taste The WasteÔÇť. Sch├Ątzungen zufolge werden weltweit zwischen 20 und 75 Prozent der Nahrungsmittel mit einem Gesamtvolumen von j├Ąhrlich mehr als 1,2 Milliarden Tonnen weggeworfen. Die FAO geht davon aus, dass ungef├Ąhr ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion als Abfall verloren geht. ÔÇ×Diese Verschwendung von kostbaren Ressourcen k├Ânnen wir uns nicht leisten. Der Hunger auf der Welt, die Preise f├╝r Nahrungsmittel und die unvermeidliche Umweltbelastung bei der Produktion erfordern ein UmdenkenÔÇť, sagte Kloos.

Das Bundesverbraucherministerium entwickelt Strategien, um Verluste entlang der Lebensmittelkette zu verringern. Hersteller, H├Ąndler und Verbraucher sollen dabei unterst├╝tzt werden, Lebensmittelabf├Ąlle zu reduzieren. Dabei m├╝ssen wichtige Faktoren ber├╝cksichtigt werden, beispielsweise die rasche Verderblichkeit vieler Lebensmittel, hohe Hygienestandards in Deutschland, die aus gesundheitlichen Gr├╝nden unerl├Ąsslich sind, sowie Ernteschwankungen. ÔÇ×Wir brauchen durchdachte L├Âsungen f├╝r eine Kreislaufwirtschaft, die alle Akteure einbindet: den Verbraucher, den Handel, die Energiewirtschaft und die LandwirtschaftÔÇť, sagte Kloos. Weniger Lebensmittelabf├Ąlle setzen einen gesamtgesellschaftlichen Bewusstseinswandel voraus. Nicht zuletzt kommt hier auch der Verbraucher ins Spiel. Im privaten Haushalt gibt es viele M├Âglichkeiten, eine Verschwendung von Lebensmitteln zu vermeiden. Wird Gem├╝se oder Obst richtig gelagert, bleibt es l├Ąnger frisch. Auch lassen sich aus Resten leckere Gerichte kochen. Die wichtigsten Tipps f├╝r die Verbraucher lauten: Mahlzeiten richtig planen, Notizen f├╝r den Einkauf machen, regelm├Ą├čig die Vorr├Ąte in der Tiefk├╝hltruhe oder im Keller auf Haltbarkeit kontrollieren und Reste verwerten.

Eine Forsa-Umfrage des Bundesverbraucherministeriums hat bereits Erkenntnisse ├╝ber das Wegwerfverhalten deutscher Konsumenten gebracht: Rund 84 Prozent der Deutschen werfen Lebensmittel weg, weil das Haltbarkeitsdatum abgelaufen oder die Ware verdorben ist. 19 Prozent nennen zu gro├če Packungen als Hauptgrund. 16 Prozent der B├╝rger werfen Lebensmittel weg, weil sie ihnen nicht schmecken. Und rund ein Viertel gibt an, zu viel gekauft zu haben. In der Umfrage geben 58 Prozent an, dass in ihrem Haushalt regelm├Ą├čig Lebensmittel weggeworfen werden. 69 Prozent der B├╝rger haben beim Wegwerfen von Lebensmitteln ein schlechtes Gewissen.

Das Bundesverbraucherministerium l├Ąsst eine umfassende Untersuchung erstellen, die erstmals konkrete und belastbare Zahlen ├╝ber die Art und Menge der Nahrungsmittel liefern soll, die in Deutschland Jahr f├╝r Jahr auf dem M├╝ll landen. Auch die Gr├╝nde f├╝r die europaweit steigenden Wegwerfraten sollen aufgedeckt werden. Bis Ende des Jahres liegen voraussichtlich erste Ergebnisse vor. Auf dieser Basis werden weitere Vorschl├Ąge zur Abfall-Verringerung erarbeitet. ÔÇ×Es gibt noch Optimierungsbedarf, wenn ich sehe, wie viel auch im Handel weggeworfen wirdÔÇť, sagte Kloos. Auch die Nutzung von Reststoffen k├Ânne sinnvoll ausgeweitet werden, beispielsweise bei der Erzeugung von Bioenergie.

Pressemitteilung ÔÇô Bundesministerium f├╝r Ern├Ąhrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)

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