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Gastronomiebedarf und mehr

Einkaufen mit K├Âpfchen erspart vielen Lebensmitteln den Gang in die Tonne

Einkaufen mit K├Âpfchen - Lebensmittelwertsch├Ątzung

Backhaus – Wer beim Einkaufen viel nachdenkt, kann bares Geld sparen und was gutes f├╝r unsere Umwelt tun

Heute wurde im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern die Verschwendung von Lebensmitteln diskutiert.

ÔÇ×Lebensmittelabf├Ąlle entlang der gesamten Wertsch├Âpfungskette sind aus ethischer, ├Âkologischer, sozialer und nicht zuletzt ├Âkonomischer Sicht problematisch und widersprechen fundamental dem Nachhaltigkeitsgedanken. Besonders vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbev├Âlkerung, knapper Ressourcen und einer steigenden Anzahl von Menschen, die vor Hunger fliehen, k├Ânnen wir es uns nicht mehr leisten, Lebensmittel ma├člos zu entsorgen. Hier sind Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleicherma├čen gefragt. Jeder Einzelne kann im Alltag damit anfangen, in dem man vorrauschauend Lebensmittel ÔÇô idealerweise saisonal und regional ÔÇô kauft und nachhaltiger konsumiertÔÇť, erkl├Ąrte Dr. Till Backhaus, Minister f├╝r Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz heute in Schwerin.

Der wichtigste Hebel zur Eind├Ąmmung von Lebensmittelabf├Ąllen liegt v.a. in dem Bereich der Aufkl├Ąrung, da verschiedene Studien eine zunehmende Entfremdung der Verbraucher zu Lebensmitteln verdeutlichen. ÔÇ×Zum einen ist der Verlust der Wertsch├Ątzung gegen├╝ber Lebensmitteln zu erkennen, da seit Ende des zweiten Weltkrieges keine Lebensmittelknappheit mehr erlebt wurde. Das Lebensmittel ist ├╝berdies jederzeit bis zur letzten Minute vor Ladenschluss im vollen Regal verf├╝gbar. Das macht die Milch oder das Brot beliebig und die Arbeit dahinter wird oft vergessen. Eine weitere Tendenz beschreibt den Verlust der Beziehung zur Herkunft der Lebensmittel: Immer weniger Menschen haben in den Industriegesellschaften eine Beziehung zur Landwirtschaft. Beim Verzehr von in St├Ąbchen gepresstem Fisch oder Wurst mit Teddy- oder Fu├čballmuster denkt kaum jemand an das Tier, das aufgezogen, gef├╝ttert, betreut, geschlachtet wurde, aber vor allem die Quelle des Produktes war. Hier m├╝ssen wir darstellen, was ÔÇÜLebensmittelÔÇś eigentlich noch bedeutetÔÇť, so der Minister.

Die Landesregierung und die von ihr gef├Ârderten Vereine und Institutionen setzen bereits seit Jahren zahlreiche Initiativen und Akzente, damit Verschwendung von Lebensmitteln wirksam einged├Ąmmt werden kann.

Dazu geh├Âren:
der Landfrauenverband M-V e.V.,
die Sektion Mecklenburg-Vorpommern der Deutschen Gesellschaft f├╝r Ern├Ąhrung e.V.,
die Vernetzungsstelle f├╝r Kita- und Schulverpflegung,
die Verbraucherzentrale M-V e.V.,
der Landesverband der Schullandheime e.V.

So befassen sich die Landfrauen bereits seit Jahren intensiv und ├Âffentlich mit der Thematik. Die Landfrauen erreichten mit dem Teilprojekt aid-Ern├Ąhrungsf├╝hrerschein im Jahr 2014 insgesamt 582 Sch├╝ler in 30 Schulen. Die Vermittlung des Ern├Ąhrungsf├╝hrerscheins f├╝r Grund- und F├Ârdersch├╝ler tr├Ągt genau so wie das sicher bekannte Streuobstprojekt zu einer h├Âheren Wertsch├Ątzung von Lebensmitteln bei. Das Projekt ist einmalig in ganz Deutschland und die Teilnahme ├╝berw├Ąltigend: 18.109 Sch├╝ler und Lehrer in den Schullandheimen, 482 Kinder und Erzieher in den Kitas, 1.477 Sch├╝ler und Lehrer aus 5 Schulen und etwa 300 Kinder und Jugendliche aus Vereinen nahmen teil.

Das Schulobstprogramm kann man inzwischen ebenfalls als gro├čen Erfolg bezeichnen. Mehr als 200 Schulen mit ca. 28.000 Kindern im ganzen Bundesland haben sich zur Apfelkiste angemeldet und knapp 2.000 Ern├Ąhrungsf├╝hrerscheine wurden von den Kindern erworben.

ÔÇ×Gerade wegen der Lebensmittelverschwendung ist es in unserer Gesellschaft so wichtig geworden, dass die DGE und die Verbraucherzentrale vermeintlich bekanntes Alltagswissen vermitteln m├╝ssen. So banal wie es sich vielleicht anh├Âren magÔÇť, f├╝gte Dr. Backhaus an.

Zu den Regeln z├Ąhlen:
Einkaufszettel schreiben!
Nicht hungrig einkaufen gehen!
Haltbarkeit pr├╝fen!
Vorr├Ąte kontrollieren!
Nicht zu viel kochen! (Richtig planen spart Abfall.)
Wenn etwas ├╝brig bleibt: Einfrieren oder kreativ weiterverwerten.

Pressemitteilung ÔÇô Ministerium f├╝r Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz


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